Kategorie: Grundsätzliches

Kulturpolitische Grundsatzthesen

Für die Kulturpolitik in Augsburg schlägt die Polit-WG folgende 8 Thesen zur Orientierung als Diskussionsgrundlage vor:

1. Avantgarde und Underground statt Mainstream und Pop

Avantgarde und Underground sind nicht nur spannender als Mainstream und Pop, sie eignen sich auch strategisch wesentlich besser als Ankerpunkte für eine kulturelle Neupositionierung Augsburgs – zumal im Wettbewerb mit anderen Städten. Denn seien wir mal ehrlich: Es ist unrealistisch zu denken, dass Augsburg im Bereich der etablierten (Hoch-)Kultur im Vergleich etwa zur wesentlich größeren und finanzkräftigeren Nachbarstadt München positiv hervortreten kann. Man wird, wie aktuell, maximal solides Mittelmaß erreichen können. Doch für Mittelmaß sollte eigentlich jeder Euro zu schade sein. Deshalb ist ein Umdenken gefragt. Lassen wir also ruhig München und andere Städte, die in diesem Spiel mitspielen wollen und können, die Millionen für die Subvention der (klein-)bürgerlichen Konzert- und Theaterkultur ausgeben. Vielleicht sogar unterstützt man all diejenigen, die diese Angebote wahrnehmen möchten, indem jeder Bürger pro Jahr ein Bayernticket erstattet bekommt, wenn er sein Theater- oder Konzertticket vorlegt.

Zum Glück (?) passiert ja auch andernorts nicht so viel Innovatives. Es ist deshalb durchaus ein realistisches Ziel, diese Lücke zu füllen. Wer Mainstream und Pop sehen und erleben will, fährt ggf. woanders hin. Wer sich für Avantgarde und Underground interessiert, kommt gerne nach Augsburg. Und was das Augsburger Kulturleben selbst betrifft: Hier soll es keine Gegenstellung zwischen Hoch- und Subkultur geben, sondern vielmehr einen regen Austausch und gegenseitige Befruchtung mit dem Ziel, diese willkürlich gezogenen Grenzen zu überwinden. Gefördert werden soll, was spannend und innovativ ist – und was deshalb Förderung benötig, weil es nicht ausgetretene Pfade weiter beschreitet, sondern neues wagt. Dabei kommt diesem Ansatz zugute, dass man im Bereich Avantgarde und Underground beim selben Mitteleinsatz wahrscheinlich eine viel höhere Qualität erhalten wird, denn hier sind meist junge, nicht-etablierte Künstler tätig, die hoch motiviert und ideenreich vorgehen.

Um zum Erfolg zu gelangen, ist es sicher ein weiter Weg, und es erfordert ein Aufbrechen verkrusteter Strukturen – was nicht ohne Widerstände bleiben wird. Aber es gibt Vorbilder, wo es gelungen ist: andere (kleinere) Großstädte – wie Kassel (mit der dOCUMENTA), Wuppertal (mit seinem Tanztheater) oder Linz (Ars Electronica, Lentos etc.) –, die sich durch eine geschickte Positionierung nicht nur einen (international bekannten) Namen geschaffen haben, sondern wo auch Spannendes passiert.


2. Kunst als Kapital

Kunst und Kultur benötigen Geld, aber gleichzeitig sind sie auch ein Kapital. »Downsizing«, das Einschmelzen von Kulturetats, ist deshalb ein kurzsichtiger Ansatz des Sparens. Denn Kunst und Kultur sind nicht nur eine Bereicherung für das Leben der Menschen, sondern auch Magneten für Tourismus und für kluge (und gut verdienende) Köpfe sowie ein symbolisches Kapital, das durchaus den Ausschlag geben kann, wenn es um die Ansiedlung einer Firmenzentrale geht. Das bedeutet nicht, dass Kunst und Kultur primär unter dem Aspekt ihrer ökonomischen Nebeneffekte gesehen werden sollten – aber diese Nebeneffekte sollten gleichzeitig auch nicht unterschätzt werden. Deshalb muss die Strategie – wenn man sich auch hier an die Managementsprache anlehnen will – lauten: grow to be great!

Gerade in Augsburg ist eine Aufstockung des Kulturetats dringend nötig – denn im Vergleich zu anderen deutschen Großstädten sind die Prokopfausgaben für Kultur hier gering – und zwar eine Aufstockung in allen Bereichen. Was unbedingt vermieden werden muss, ist ein Gegeneinander zwischen Hochkultureinrichtungen mit hoher Fördersumme (wie etwa dem Stadttheater) und finanziell schlecht ausgestatteten subkulturellen Initiativen (wie etwa dem Grand Hotel). Bei letzteren muss die Aufstockung zwar prozentual weitaus höher ausfallen. Aber es gibt auch gute Argumente die bestehenden Institutionen finanziell um einiges besser zu stellen. Denn nur mit besserer finanzieller Ausstattung kann hier die Qualität geliefert werden, die Augsburg eigentlich verdient hätte.

Allerdings muss die Mittelaufstockung insbesondere in diesem finanziell hochintensiven Bereich eben zwingend unter die Bedingung gestellt werden, dass eine entsprechende Gegenleistung erfolgt: spannende, innovative Projekte, Dinge die relevant sind und deshalb wahrgenommen werden (siehe auch Punkt 1) – auch überregional, international. Gelingt dies nicht, muss man sich die Frage stellen, ob diese Institutionen überhaupt noch in dieser Form ihre Berechtigung haben. Der Vorschlag lautet also in einem vordefinierten, aber längeren Zeitraum (von z.B. zehn Jahren) die Mittel aufzustocken und Meilensteine zu definieren. Diese relativ lange Zeit ist notwendig, um die notwendigen Strukturen und personellen Änderungen mit Chancen auf einen durchschlagenden Erfolg durchführen zu können. Sind am Ende die Ziele nicht erreicht, wird ein Exit-Prozess eingeleitet, wobei die sukzessive freiwerdenden Mittel der freien Szene zufließen sollen. Hier wie dort gilt: Geld soll klug eingesetzt werden und das bedeutet da, wo es am meisten bewirken kann: bei Menschen und in Ereignisse, anstatt in Dinge wie Gebäude. Irgendwann (bald) werden die Leute dann vielleicht nicht von den günstigeren Mietpreisen nach Augsburg gelockt, sondern weil es einfach »cooler« und lustvoller ist, hier zu leben, hier zu sein.


3. Haucht dem Museum Leben ein

Augsburg ist eine Stadt mit langer Geschichte und es wäre eine Dummheit, diese Geschichte mit ihren Hoch- und Tiefpunkten nicht zu würdigen, indem man kulturell an sie anknüpft. Und natürlich muss eine Stadt, in der bedeutende Künstler wie die Holbein, die Familie Mozart oder Bert Brecht gelebt und gewirkt haben, mit diesen Pfunden wuchern. Aber man muss es nicht in einer historisierenden Weise tun, sondern, wenn man etwa an Brecht denkt, so gilt es das, was dieser initiiert hat, weiter zu treiben, also Revolution des Theaters voranzutreiben. Und anstatt Mozartkonzertreihen könnte man sich (als Stadt, auf breiter Ebene wie im Spitzenbereich) auf das besinnen, was die Familie Mozart möglicherweise auszeichnete: die musikalische Frühförderung. Man könnte diese Beispiele fortführen. Zentral ist jedoch zu begreifen, dass ein zukunftsweisender historischer Bezug nicht in der Musealisierung der Kunst besteht, sondern darin, dem Museum Leben einzuhauchen, in Bezug zum Alten Neues zu schaffen. In Zukunft soll man nämlich nicht, wie die berühmten Söhne der Stadt, aus Augsburg »flüchten« müssen, um in der Kunst voran zu kommen, sondern hierher pilgern.


4. Kulturschaffende aller Länder vereinigt Euch: Förderung der nationalen und internationalen Vernetzung der Kunst- und Kulturszene

Die nationale und internationale Vernetzung der Augsburger Kunst- und Kulturszene muss gefördert und intensiviert werden, um den Anschluss an aktuelle Entwicklungen und Diskurse sicherzustellen. Hierfür gilt es geeignet Strukturen zu schaffen. Ein wesentlichen Element dabei könnten etwa diverse »Artist in Residence«-Programme sein. Diese wären nicht nur relativ günstig umzusetzen (neben – vorhandenen – Räumen würden pro Kopf und Monat schon wenige hundert Euro genügen), sondern würden sicherstellen, das Augsburg als Ort, in dem Kunst und Kultur einen hohen Stellenwert haben, wahrgenommen wird – alleine schon durch die vielen Bewerbungen. Und nicht zuletzt wohnenden und arbeiten ständig interessante Künstler in der Stadt, die Impulse von außen geben, Dinge Anstoßen und natürlich auch Anregungen aus der Augsburger Szene mit nach Hause nehmen. In umgekehrter Richtung müssen auch Reisen und Auslandsaufenthalte von Augsburger Künstlern über Stipendien und Zuschüsse gefördert werden. Und schließlich gilt es, zumindest ein internationales Festival von Rang in Augsburg zu etablieren, um Augsburg als Ort, wo innovative Kunst stattfindet, überregional bekannt zu machen.


5. Die Stadt als Kunst-Raum

Der gesamte Stadtraum ist als kulturelle Sphäre aufzufassen, in der kontinuierlich Ereignisse stattfinden (können). Neben der (großzügig zu genehmigenden) Nutzung des öffentlichen Raumes sind vor allem permanente Kunst- und Kulturräume zu schaffen. Die gängige Praxis der temporär und Zwischennutzung von Brachen und sonstigen nicht anders »verwertbaren« Räumen soll nur komplementär (als Zusatzräume) erfolgen. Besonders wichtige sind zentrale Kristallisationspunkte des kulturellen Lebens wie Kultur- und Jugendzentren. Hier gilt es nicht nur in jedem Stadtteil, sondern insbesondere im Zentrum der Innenstadt entsprechende Gebäude (mit einsprechender sachlicher und personeller Ausstattung) zur Verfügung zu stellen, die sich verschiedenartig nutzen lassen (für Konzerte, Informationsveranstaltungen, Workshops, Filmabende, Ausstellungen etc.).


6. Kultur als Lebensmittel

Eine reiche urbane Kultur ist ein unabdingbares Lebensmittel. Es gilt durch Kultur Lebendigkeit und Ereignisse zu schaffen, die ein erfülltes Dasein ermöglichen. Das impliziert gleichzeitig, dass Kultur für alle sozialen Schichten verfügbar (und das heißt auch und gerade leistbar, bezahlbar) sein muss. Im Sinne des Rechts der Kulturellen Teilhabe gilt es entsprechende Angebote (Verbilligungen etc.) zu schaffen.


7. Für eine integrative Kultur: Re-Mix und Hybridisierung

Die Zeit des Multikulturalismus ist – zum Glück – (über all nur nicht hier) vorbei. Denn in diesem Konzept findet tatsächlich eine Re-Ethnisierung statt, die Personen in folkloristische Identitätskorsetts einzwängt. Trotzdem muss kulturelle (und individuelle) Vielfalt natürlich ihren Raum haben, jeder Homogenisierungstendenz wird eine klare Absage erteilt. Deshalb sind Konzepte wie Hybridisierung und Re-Mix gefragt, die aus verschiedenartigen Elementen Neues zusammensetzen und dadurch Möglichkeiten zur Entfaltung auch von Andersartigkeit und Zweideutigkeit schaffen, vorgegebene Identitätsmuster aufbrechen. Nur so wird der Raum geboten für eine positive (d.h. ermöglichende) Integration aller Bürger.


8. Kunst als Politik des Unmöglichen

Kunst ist nicht als »l’art pour l’art«, als Selbstzweck zu begreifen, sondern gefragt ist eine gesellschaftlich relevante Kunst und Kultur, die einen Bezug zur Gegenwart und zur konkreten Lebenswirklichkeit der Menschen hat, die sich einmischt und deshalb politisch ist. Eine Kunst als Anreger und Aufreger, die symbolisch-ästhetische »Blaupausen« für den kreativen Neuentwurf der Gesellschaft liefert. Kunst ist genau politisch, indem sie das Gegenteil der Politik (als der »Kunst des Möglichen«) verfolgt: als Politik des Unmöglichen, als notwendige Intervention, die sich der instrumentellen Logik entzieht, im Dienst der Vision einer Welt, nicht wie sie ist, sondern wie sie sein könnte.

Naturstadt Augsburg

Grün im Stadtraum erhöht nicht nur die Aufenthaltsqualität, sondern fördert soziale Integration und ressourcenschonendes Wirtschaften.

Heute denkt man bei „grüner Stadt“ nicht nur an Parks und andere Freizeitflächen, sondern auch an die Stadt als Garten. Augsburg hat mit seinem öffentlich zugänglichen Kräutergarten dem aktuellen Trend zum „Urban Gardening“ im Kleinen vorgegriffen. Neben den etablierten Kleingärten gibt es heute mehrere Initiativen, die gemeinschaftliches Gärtnern und Umweltpädagogik betreiben.

Wir wollen solche Ansätze gezielt fördern, weil sie – das kann man am Beispiel der ehemaligen Industriemetropole Detroit deutlich erkennen, die heute zu den wichtigsten Wegbereitern einer auf Selbstversorgung ausgerichteten urbanen Wirtschaftsweise gehört – zukunftsfähige Modelle für eine lokale Nahrungsmittelversorgung bereitstellen, aber auch noch viele weitere Effekte ermöglichen, die wir ausdrücklich begrüßen.

Zu diesen Effekten zählen wir:

Umweltaspekt

  • Verbesserung des Kleinklimas bzw. des klimatischen Ausgleichs (kühlt im Sommer; im Winter sind Flächen nicht ungeschützt)
  • Staubbindung
  • Absorbierung von Schadstoffen
  • Erhalt von Bodenressourcen und Bodenstruktur
  • positive Auswirkung auf Wasserhaushalt (weniger versiegelte Flächen, Regenwasser kann nutzbringend verwendet werden und versickert nicht ungenutzt)
  • Artenvielfalt in der Stadt für Pflanzen und Tiere und Biotope
  • Auflockerung der Monokultur
  • Erholungswert ohne Umweltbelastung, Wochenendtourismus aus der Stadt heraus wird gesenkt, Energieverbrauch wird gesenkt, die Umwelt geschont, Belastung durch Abgase und Lärm wird reduziert
  • Kleingärten und Gartenprojekte als Beitrag „Grüne Lunge“

Ressourcenaspekt

  • Unabhängigkeit durch (regionale) Saatguterhaltung, nicht auf Monsanto und Co. angewiesen sein, Protest gegen globalisierte Agrar-Industrie
  • Selbstversorgungsgedanke, dadurch Reduzierung der Umweltbelastung (Verkehr, Pestizide)
  • Energieeinsparung durch Gewächshäuser (Wegfall von Transportwegen)
  • lokales Recycling (kompostierbarer Abfall: Biomüll, Laub, Äste)
  • überall durchführbar: öffentliche Flächen, Dachgärten, Balkone (z.B. auch städtische!), temporär freie Flächen mit mobilen Beeten, Straßenbegleitgrünflächen
  • ressourcenschonend
  • solidarische Landwirtschaft und biologischer regionaler Anbau schafft lokale Arbeitsplätze und reduziert Umweltbelastungen

Sozialer Aspekt

  • Grüne Stadt mit einer nachhaltigen Siedlungskultur: Wo es grün ist, wollen Menschen leben
  • Menschen den Bezug zur Natur und von Kreisläufen vermitteln, der umweltpädagogische Gedanke wird gestärkt
  • für jeden machbar: finanziell mit wenig Aufwand, für Kindergärten, Schulen geeignet, für Menschen mit Handicap, je nach Anlage, sind Hochbeete nutzbar (Inklusion)
  • schafft kooperative Möglichkeiten verschiedener Teile der Bevölkerung (Senioren, Jugendliche und Kinder, Migranten, Arbeitslose und Workaholics etc.). Hier kann Wissen weitergeben oder neues erlernt werden
  • entschleunigend, baut Herz-Kreislaufbelastungen ab und ist damit auch kostensenkend fürs Gesundheitssystem
  • Gemeinschaftsgefühl stärken durch Interesse und Arbeit und Freizeit (Grillen)
  • Spielmöglichkeit für Kinder
  • kann zur Armutsbekämpfung benutzt werden (Beispiel Detroit), damit auch Reduzierung der Kriminalitätsrate im gesamtgesellschaftlichen Zusammenhang
  • Stadtteilengagement
  • ziviler Ungehorsam durch Guerilla Gardening

Aus all diesen Gründen wollen wir eine grüne Gartenstadt fördern und planen dafür folgende Maßnahmen:

1. Bei Baumaßnahmen muss gezielt darauf geachtet werden, ökologisch wertvolle Grünflächen bereitzustellen.

Dies soll explizit Teil der Ausschreibung sein. Dach- und Fassadenbegrünungen sollen gezielt gefördert werden, auch für Bestandsanwesen. Bei städtischen Baumaßnahmen müssen sie verpflichtend sein. Eine Anlage von reinen Rasenflächen ist abzulehnen, es sollen ökologische kleinstrukturierte Flächen mit Hecken und wertvollen Wiesen für Artenreichtum entstehen. Für die Anwohner sollen Gemeinschaftsgärten und/oder Hochbeete angeboten werden. Mit Bauherren und Hausmeisterdiensten sind die Pflegemaßnahmen genau abzustimmen. Vor allem im Bereich der Gewerbegebiete soll die Gestaltung von Grünachsen, unversiegelten Flächen und ökologischen Außenflächen gefördert werden. Bestandsflächen sollen entsiegelt und umgestaltet werden.

2. Schutz von Bestandsgrün wichtiger als Baupläne.

Bei der Einreichung von Bauplänen ist Altbestand von Bäumen und wertvoller Heckenbestand zu schützen. Ggf. müssen die Pläne umgearbeitet werden. Bei Ersatzpflanzungen von Bäumen sollen so viele klimaresistente Jungbäume gepflanzt werden, dass sie eine mindestens gleichwertige CO2-Bilanz erreichen wie der Altbestand und zwar in örtlicher Nähe zum vorherigen Altbestand. Ggf. kann durch die Dach- und Fassadenbegrünung ein Teil des Altbestandes bis maximal 50 % der CO2-Bilanz kompensiert werden. Die Baumschutzverordnung muss zwingend durchgesetzt werden, eine regelmäßige Kontrolle von Baustellen bzgl. des Schutzes der Bäume und Sträucher hat zu erfolgen.

3. Die Stadt Augsburg soll auf keinerlei von ihr bewirtschafteten Grünflächen (Grünanlagen, Waldbesitz) irgendwelche gentechnisch veränderten Pflanzen einsetzen.

Das Leitbild soll eine gentechnikfreie Region Augsburg sein, und das soll auch für die Beschaffung von Lebensmitteln in städtischen Betrieben und Ausschreibungen gelten.

4. Biologisches Gärtnern soll städtische Leitlinie werden.

In vorderster Linie gehört dazu der Verzicht auf benzinbetriebene Rasenmäher sowie Laubbläser aus Gründen von Lärmschutz, Emissionsbelastung, Gesundheitsschutz durch die Vermeidung von Schimmelpilz-Aufwirbelung und Schutz von Mikroorganismen. Regelmäßige Aufklärungskampagnen bzgl. der Laubbläser sollen vor allem gegenüber Hausmeisterdiensten erfolgen. Die Stadt als Anteilseignerin der Lokalbahn hat dafür zu sorgen, dass im Bereich der Lokalbahn kein Glyphosat oder andere Vollherbizide eingesetzt werden. Düngung soll nur auf ökologischer Basis geschehen. Die Bodenqualität ist zu verbessern und Verdichtung zu vermeiden.

5. Parks sollen tendenziell einen gärtnerischen Aspekt bekommen.

Durch Pflanzung von Obstbäumen in Parkanlagen in Verbindung mit Bildungsangeboten soll der Nutzwert erhöht werden. Pädagogisch begleitete Erlebnisgärten können an den Umgang mit Pflanzen, Gemüse und Wasser heranführen. Die fachgerechte Pflege soll durch das AGNF erfolgen, dementsprechend sind dort die Stellen aufzustocken. Der Kräutergarten soll Außenstellen in jedem Stadtteil bekommen. Lebensräume für Tiere sind zu schaffen und mit einer entsprechenden Aufklärungskampagne zu begleiten.

6. Es soll eine weitere Stelle am Amt für Grünordnung geschaffen werden, die die Koordination „Grüne Stadt“ übernimmt und neue Ideen zusammen mit der Bürgerschaft entwickelt.

Temporär freie städtische Flächen sollen über die Koordinationsstelle gezielt für mobiles Gärtnern zur Verfügung gestellt werden. Ebenso kann die Bepflanzung von Straßenbegleitgrün ohne hohen bürokratischen Aufwand von dieser Stelle initiiert und koordiniert werden. Die bisherige Vernetzung und gute Zusammenarbeit von privaten und öffentlichen Akteuren, also Gemeinschaftsgärten, Botanischer Garten/Amt für Grünordnung kann durch eine weitere Stelle ausgebaut werden. Das Ziel ist, neue Projekte zu entwickeln und Ideen auszuprobieren. Die gezielte Suche von (auch temporär nutzbaren) Flächen zur gärtnerischen Nutzung und die Entwicklung von Bildungsangeboten zur Garten- und Balkonbegrünung sowie Maßnahmen zur Öffentlichkeitsarbeit gehören dazu. Die gute Zusammenarbeit mit dem Landschaftspflegeverband soll stärker finanziell und personell gefördert werden, der Bau des Umweltbildungszentrums hat oberste Priorität bei den neuen Bauprojekten, so dass im Sommer 2022 die Einweihung stattfinden kann. Projekte in Schulen und Kindergärten sollen gezielt gefördert werden. Hierzu ist eine enge Zusammenarbeit mit dem Schulreferat anzustreben. Ebenso sind aber Projekte in Kooperation mit städtischen Altersheimen denkbar – Gärtnern ist eine sinnstiftende Tätigkeit, die nicht an Altersgrenzen gebunden ist. Eine digitale Pflanzenbörse soll ermöglichen, dass Pflanzen und andere wertvolle Ressourcen wie Astschnitt oder Erdaushub angeboten werden, so dass diese nicht vernichtet, sondern dem biologischen Kreislauf wieder zugeführt werden können. Es soll referatsübergreifend bei der Möglichkeit der Nutzung von Flächen zusammengearbeitet werden. Die Förderung zum Aufbau von Gemeinschaftsgärten in jedem Stadtteil soll (wie z.B. in Hannover) über mindestens eine halbe Stelle ermöglicht werden.

7. Das Grünordnungsamt führt einmal im Jahr eine Aktion durch, bei der an einem zentralen Punkt im Quartier Erde für Balkonbepflanzungen angeliefert wird.

Über die in Punkt 6 genannte Koordinationsstellen wird organisiert, dass z.B. ältere und weniger mobile Menschen Erde für ihren Privatbalkon erhalten und somit die Fassadenbegrünung im Kleinen stattfinden kann. Autochtones Saatgut mit insektenfreundlichen Mischungen für den Balkon und Privatgarten soll an öffentlichen Stellen und Behörden gegen einen Unkostenbeitrag erhältlich sein.

Ganz grundsätzlich gilt: Die Zukunftsleitlinien der Stadt Augsburg sind vollumfänglich umzusetzen.

Über uns

Die Polit-WG ist eine politische Plattform, die neue Ideen in die Augsburger Politik einbringen und engagierte Augsburger*innen mit unterschiedlichem Background zusammenführen will.

Auch im Stadtrat, in dem wir seit der Kommunalwahl 2014 mit einem Sitz, und seit November 2019 mit 2 Sitzen vertreten sind, wollen wir Alternativen für Augsburg voranbringen und progressiven Positionen eine Stimme verleihen. 1,8% Gesamtergebnis bei den Kommunalwahlen 2014 ist ein starker Anfang, insbesondere in den Innenstadtbezirken konnten wir mit unseren Ideen überzeugen und erzielten Resultate bis zu 7,4%. Jetzt gilt es mit guter Arbeit auch die Augsburger*innen im Rest der Stadt zu überzeugen, wo wir teils deutlich schlechter abschnitten.

Die Polit-WG steht für das friedliche Zusammenleben aller Kulturen, Weltanschauungen, Religionen, sexuellen Identitäten und sonstigen Bevölkerungsgruppen. Rassismus, Diskriminierung, Hass und anderen Bedrohungen dieses Zusammenlebens stellt sich die Polit-WG entschieden entgegen.

Der Verein »Polit-WG e.V.« wurde 2013 von Augsburger*innen, die sich ehrenamtlich im soziokulturellen Bereich engagieren, gegründet. Als Kulturschaffende, Veranstalter*innen usw. sind wir möglicherweise Teil der »kreativen Stadt«, zu der sich die lokale Politik gerne bekennt – allerdings ohne dass diesem symbolischen Lob eine reale Unterstützung entspräche.

Diese Erfahrung teilen wir mit anderen ehrenamtlichen Akteuren im sozialen und ökologischen Bereich. Aber wir haben auch die Erfahrung gemacht, dass man mit Selbermachen etwas bewegen kann.

Die »Polit-WG« ist die politische Konsequenz daraus: Einmischen – Wir können auch parlamentarische Politik selber machen!

Gründe sich zu engagieren gibt es genug:

Einige der wichtigsten Erfolge der Augsburger Kommunalpolitik in den letzten beiden Legislaturperioden wären ohne die Kompetenz der außerparlamentarisch engagierten Augsburger*innen nicht denkbar gewesen.

Erst Bürgerbegehren ermöglichten den von SPD und CSU jahrzehntelang verschleppten Neubau der Stadtbücherei und verhinderten die Privatisierung der Augsburger Wasserversorgung durch Rot-Grün. Ohne die Ankündigung eines Bürgerbegehrens gegen das klimapolitisch in keinster Weise zeitgemäße Gaskraftwerk in Lechhausen hätten CSU und Pro Augsburg hier möglicherweise bereits energiepolitische Tatsachen geschaffen, die einer nachhaltigen, bürger*innenfreundlichen Energiepolitik Hohn sprechen.

Gleich im ersten Jahr unserer Stadtratsarbeit sollte die Energie- und Netzesparte der städtischen Stadtwerke (swa) einer Fusion mit erdgas schwaben erfolgen. Dagegen formierte sich sehr schnell bürgerschaftlicher Widerstand mit einem fulminanten Entscheid im Bürgerbegehren. Denn mit der Fusion wären Unternehmensanteile der swa an an die Thüga AG gegangen und spätere Verkäufe von Unternehmensanteilen der swa an die Thüga AG möglich geworden. Jetzt zeigt sich, dass gerade das kommunale Beibehalten der Netze für die swa wegen der Durchleitungsabgaben beim Energietransfer eine Zukunft hat.

Unsere Basics

Ohne Opposition und Bewegung gibt es keine Demokratie. Wir setzen uns weiterhin dafür ein, dass die Lokalpolitik aus den Hinterzimmern geholt wird. Lösungen sollen im Stadtrat über Parteigrenzen hinweg gefunden werden.

Wir haben das Ratsinformationssystem für die Bürgerinnen geöffnet und der Demokratie damit ein Update verpasst. Diesen Weg zu mehr Transparenz wollen wir weitergehen: Bürgerinnen können ihre Vorschläge persönlich oder durch neue digitale Methoden zur Bürgerbeteiligung einbringen.

Wir stehen für Mobilitätsteilhabe unabhängig vom Einkommen, sozialverträglichen Klimaschutz und solidarische Werte ohne Ausgrenzung.

  • Update statt Nummern ziehen – mehr Verwaltungsanträge digital ermöglichen!
  • Parkbank und Spielplatz statt Parkplatz und Spielbank!
  • Schuhsohlen statt Breitreifen – Fußgängerstadt 2030!
  • Kommunale Knete für freie Kunst, Kultur und Klamauk!
  • Miet- und Meeresspiegel senken!
  • Rassismus, Sexismus und Diskriminierung sind Scheiße!

Unsere Plakatkampagne

Willkommen auf der Seite der Polit-WG. Bei der Kommunalwahl 2020 erreichten wir lediglich 0,6 % und sind seitdem nicht mehr im Augsburger Stadtrat vertreten. Dennoch hatten wir in den ersten 6 Jahren im Augsburger Stadtrat viel erreicht. So kann sich die Polit-WG beispielhaft folgende Erfolge auf die Fahne schreiben:

Wohnen: Einführung eines Kommunales Vorkaufsrechts (am Beispiel LEDVANCE-Gewerbegebiet) – dieses Instrument stärkt die Stadt Augsburg in Zeiten knapper werdenden Angebots an Grund und Boden, um Handlungsoptionen zurück zu gewinnen um städtebaulichen Ziele langfristig durchzusetzen.

Digitales / Transparenz: Ein Ratsinformationssystem der Stadt Augsburg seit 2017 – so sind öffentliche Stadtratsunterlagen ab 7 Tagen vor den Sitzungen der Ausschüsse und des Stadtrats für Alle im Internet dauerhaft abrufbar. Wichtig war uns das Ziel vor den Sitzungen zu veröffenltichen, nur so könnt ihr euch noch davor an eure Stadträte für Änderungen wenden! Somit ist der Stadtrat keine black-box mehr, welche nur mittelbar via Medien erreichbar ist.

Controlling bei Großprojekten: Externe Kosten- und Terminkontrolle für die Bauausführung bei der Theatersanierung – dies schafft eine stärkere Transparenz und erkennt weitere Kostenrisiken.

2. Wohnen

Wem gehört die Stadt? Die städtische Wohnbaugesellschaft (WBG) soll sich auf ihre…
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3. Mobilität

Mehr Rücksicht! Klimafreundliche Mobilität, wie Fußgänger, Radfahrer und ÖPNV, soll bei verkehrspolitischen…
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4. Soziales

Sozialarbeiter bevorzugt aus der Stadt und Region beim Quartiersmanagement einsetzen; externe aus…
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5. Kultur & Pop

Kommunale Knete für freie Kunst, Kultur und Klamauk! Für die Förderrichtlinien der…
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6. Digitalisierung

Update statt Nummern ziehen: Verwaltungsanträge stärker digital ermöglichen und nicht nur beim…
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Links und Tipps

Kultursozialticket: Kulturgenuss für 1 Euro Das Kultursozialticket ermöglicht den von der Augsburger…
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Naturstadt Augsburg

Grün im Stadtraum erhöht nicht nur die Aufenthaltsqualität, sondern fördert soziale Integration…
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Über uns

Die Polit-WG ist eine politische Plattform, die neue Ideen in die Augsburger…
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9. Sport

Sanierung bzw. Neubau der städtischen Bäder. Es ist jeweils bautechnisch zu klären,…
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News

Pressemitteilung Polit-WG e.V. Augsburg 23.09.2020 Polit-WG begrüßt die Bildung eines Digitalrates bei…
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Unsere Basics

Ohne Opposition und Bewegung gibt es keine Demokratie. Wir setzen uns weiterhin…
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Willkommen auf der Seite der Polit-WG. Bei der Kommunalwahl 2020 erreichten wir…
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Programm

Unsere Bausteine für ein besseres Augsburg! Wahlprogramm 2020
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Stadtrat

Im Augsburger Stadtrat waren wir mit der Kommunalwahl 2014 von Mai 2014…
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Datenschutzerklärung

Datenschutzerklärung im Sinne der DSGVO 1 Verantwortlichkeit Mit dieser Datenschutzerklärung möchten wir…
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Impressum

Verein »Polit-WG e.V.« c/o Oliver Nowak Von-Paris-Str. 7 86159 Augsburg Tel.: 0821-99987007…
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Team

Hier kann man sehen, wer so alles in der Polit/DIB-WG »wohnt« –…
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Kulturzentrum Innenstadt

Konzept für ein Kulturzentrum, als Beispiel „Kulturzentrum Maxstrasse“

1. Das aktuell vom Leopold Mozart Zentrum genutzte Gebäude in der Maximilianstraße 59 muss auch nach dessen Umzug in städtischer Hand verbleiben. Nur so behält die Stadt den vollen städteplanerischen Gestaltungsspielraum für die Maxstraße, die für das Profil  Augsburgs so wichtig ist. Ein Verkauf muss verhindert werden – auch im Interesse künftiger Generationen.

2. In dem Gebäude soll ein innerstädtisches Kulturzentrum entstehen.Der renommierte Architekt und Städteplaner Christoph Mäckler forderte die Verantwortlichen erst kürzlich auf einem Symposium zur Zukunft der Augsburger Innenstadt auf: »Sorgen Sie für eine kulturelle Nutzung. Attraktivität bekommen Sie nicht allein mit schöner Architektur, sondern mit bürgerschaftlichem Leben in der Stadt!« Das neue Kulturzentrum soll die kulturelle Angebotspalette in der Stadt dauerhaft und nachhaltig bereichern als ein Ort für innovative und qualitativ hochwertige Kultur- und Freizeitgestaltung.

3. Das Kulturzentrum soll Angebote für unterschiedliche Alters- und Bevölkerungsgruppen bereitstellen.Denkbar ist, dass Bühnen und Produktionsräume für avancierte Musik- und Theaterprojekte unter demselben Dach existieren wie Räume für Kreativworkshops mit Jugendlichen im Rahmen kultureller Bildungsarbeit. Ein kommunales Kino kann im Zentrum ebenso Platz finden wie  Arbeitsräume für Kreativberufe. Ein offener (Café-)Bereich soll den  Austausch der NutzerInnen mit den Vorbeiflanierenden ermöglichen. Ziel ist es, ein Angebot zu schaffen, bei dem sich unterschiedliche Kultursphären auf Augenhöhe begegnen können, wo man in Neues hineinschnuppern kann anstatt von künstlichen Barrieren zwischen (beispielsweise) »Jugendkultur« und »Hochkultur« auf Distanz gehalten zu werden. Über kulturelle und ästhetische Erfahrungen werden Auseinandersetzungen mit anderen Kulturen initiiert. Damit soll die Lebensqualität für zahlreiche Bürger und auch deren Identifikation mit der Stadt Augsburg erheblich gesteigert werden.

4. Das Kulturzentrum soll nicht nur Räume bereitstellen, sondern auch eine adäquate Sach- und Personalausstattung erhalten. Nachdem die Stadtverwaltung die Bedeutung von Popkultur und Kreativwirtschaft in der Theorie anerkannt hat, wäre die Bereitstellung solcher Mittel ein konsequenter Schritt zu einer praktischen Unterstützung.

5. Ganzjähriges Kulturleben in der Maxstraße! Dass die Maxstraße ein hervorragendes Ambiente für unterschiedlichste Kulturveranstaltungen ist, wissen sowohl private Veranstalter (Maxstraßenfest) wie auch die städtischen Kulturveranstalter – bei früheren Editionen des Modular ebenso wie alljährlich bei der Langen Kunstnacht spielt das einzigartige Flair der Maxstraße eine tragende Rolle. Die Maxstraße durch einen kulturellen Fixpunkt ganzjährig mit kulturellen Produktionen zu bereichern, die gezielt auch aus dem Gebäude in den Außenbereich ausgedehnt werden könnten, würde die positiven Ansätze, die es immer wieder mal gibt (denen aber leider die Kontinuität fehlt) auf eine konsequente Basis stellen.

6. Ein Ort für Nationale und Internationale Kooperationen. Hierzu sollen insbesondere entsprechende V eranstaltungsreihen mit überregionaler mit nationalen und internationalen Gästen etabliert werden. Auch sollen Ateliers für »artists in residence« eingerichtet werden, die hier an zentraler Stelle arbeiten und ihre Werke auch präsentieren sollen.

7. Progressive Jugendkultur nicht nur an der Peripherie zulassen,sondern auch in der »guten Stube« der Stadt, führt zu mehr Partizipationsmöglichkeiten der Jugendlichen und damit positiver Identifikation mit der Stadt. Wer nicht will, dass Komasaufen das einzige Freizeitangebot der Maxstraße für junge Menschen bleibt, darf die Gestaltung der Maxstraße nicht den privatwirtschaftlichen Interessen von Gastronomie und Einzelhandel überlassen. Wirte wollen immer , dass gesoffen wird – solange sie die einzigen sind, die die Konzepte bestimmen, darf man sich nicht wundern, dass die Maxstraße primär als Saufmeile gesehen wird.

8. Das Kulturzentrum soll alle Sinne ansprechen. Dazu gehört neben dem Angebot von Kunst und Musik, Vorträgen und Werkstatträumen auch ein gastronomisches Angebot, das nicht nur Raum für Events, sondern auch Speisen und Getränke mit einer besonderen Note bietet.